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Sonntag, 15. Juli 2012

Das erst Ma(h)l: Entenbrust asiatisch - Echt wahr, noch nie gemacht.....

Es ist mal wiedr soweit: Bei Zorra im Kochtopf will Nata - vom tollen Blog  Pastasciutta - alles über  unser ersts Ma(h)l wissen und ich habe SO ewig lang überlegt was ich denn nun einreichen soll dass ich es fast komplett verpasst hätte

Erste Ma(h)le gab es viele. Das erste Mal überhaupt alleine in der Küche meiner Mama gewerkelt (mit Hilfe meines Kinderkochbuchs habe ich "Cocktails" gemixt - Cola mit Kirschsaft, Orangensaft mit Himbeersirup, lauter kompliziert Mischungen und MAN was war ich stolz :)  ), das erste Mahl für den ersten Freund gekocht, das erste Mal in meiner ersten richtigen Küche mit der Angst alles in die Luft zu jagn (Gasherd, ihr wisst.....), das erste Mal auswärts essen gehen.....und das wars dann. Das erste Mal auswärts essen gehen.

Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen. Klein-Lilly macht sich hübsch weil es mit Papa, Mama, Oma und Onkel in einen sündteuren Asia-Tempel geht. Es ging ins "Rainbow Garden" - Thailändisch war das damals aber so genau nahm man das nicht. Ich weiß gar nicht was mich mehr beeindruckt hat: Die detailiert verzierten Türrahmen, die prunkvollen Wandverkleidungen, das rießige Aquarium mit vielen bunten Fischen, die Einbuchtungen in denen Leute auf Kissen saßen - und zwar ohne ihre Schuhe oder der runde Tisch an den wir schließlich geführt wurden und auf dem eine drehbare, ebenfalls runde, Platte befestigt war an der ich natürlich ewig herumdrehen musste. Das essen wurde fast zur Nebensache, allerdings weiß ich trotzdem noch was auf meiner kleinen Warmhalteplatte (noch so ein "Wunderding für eine 7-jährige) landete: Ente süß sauer. Und WOW, war die gut! Die gab es von da an immer, wenn ich dort war. Jahrelang. Und die Ente süß sauer-Liebe weitete sich aus auf andere Thai-/Asia-Restaurants. Dieses Gericht enttäuschte mich nie. Bis sich irgendetwas in meinen Geschmacksknospen verdrehte und von heute auf morgen schmeckte mir süß-sauer-Soße überhaupt nicht mehr. Aber Ente mochte ich noch. Und von da an wurde eben variiert. Ente gut, alles gut.

Um das Gebrabbel jetzt mal zum Ende zu bringen - egal ob süß-sauer oder wie-auch-immer-anders: Ich habe Ente bis heute niemals selbst zubereitet. Bis jetzt. Mein erstes Ma(h)l für Nata ist also Ente - diesmal in Kokossoße mit gedämpftem Gemüse.





Zutaten - 2 Portionen: 


1 Entenbrust

1TL Fünf-Gewürz-Pulver, bei mir eher die selbst gemachte pseudo-Variante aus jeweils etwas Fenchelsamen, Sternanis, Szechuan-Pfeffer und Zimt, Nelken hatte ich nicht

1EL Speisestärke
50ml Sojasauce
40ml Wasser
ca. 500ml Öl, zum Frittieren


Zubereitung: 



Die Entenbrust waschen und auf der Hautseite rautenförmig in ca. 1 cm Abstand leicht einschneiden. In einem Dämpfeinsatz oder Bambusdämpfkorb ca. 25 Minuten dämpfen. Danach gut trocken tupfen.

Das Fünf-Gewürzpulver (oder sonstige Gewürzmischung nach Wahl) mit der Sojasoße und dem Wasser zusammenrühren und die Entenbrust damit bestreichen. 20 Minuten trocknen lassen und die Brust anschließend in der Speisestärke wenden.

Das Öl in einem Wok oder einem hohen Topf stark erhitzen und die Entenbrust ca. 2 - 3 Minuten knusprig ausbacken. Anschließend auf Küchenpapier leicht entfetten und mit einer Beilage nach Wahl servieren.













Mittwoch, 9. Mai 2012

Zucchini-Nudelpfanne mit Rostbratwurst und Petersilienöl

Ich bin nostalgisch. Momentan relativ häufig. Nicht nur beim Essen – aber da doch besonders. Ich träume von „Negerkuss-im-Brötchen“, Farbstoffverseuchtem Kaugummi aus der Tube (okay, das ist kein „Essen“, das ist ne Krankheit....), gerösteten Klößen, Zuckerbrot und der Leibspeise meiner Kindheit. Seit ich im Herbst wieder in meine wunderschöne Geburtsstadt gezogen bin habe ich sie nicht mehr gegessen: Nürnberger Rostbratwürstchen. Was habe ich sie als Kind geliebt. Ob als „3 im Weggla“ auf dem Christkindlmarkt oder im Sommer vom Grill, zusammen mit den „besten Brezen der Stadt“ und ordentlich Ketchup (als Kind darf man das ja ;) ), Bratwürstchen gingen immer. Also die Kleinen. Die Großen mochte ich nie. Und als mir neulich nach dem Grillabend der beste Papa der Welt („Fei wergli“ <-heißt sowiel wie: „Echt jetzt!“) einfach ein paar in die Tasche steckte (verpackt natürlich) war ich im 7. Bratwursthimmel. Alle wollte ich aber trotzdem nicht „nur“ ins Weggla („Brötchen) packen und habe ein paar stattdessen so verwurstet (Huhu, Wortspiel/witz):






Zutaten – 2 Portionen:


250g Nudeln (Form nach Wahl)
150g Zucchini
6 ORIGINAL Nürnberger Rostbratwürstchen
2 Knoblauchzehen
1 kleine Biozitrone (Saft und Schale)
80ml Olivenöl
1 Bund Petersilie
Salz
Pfeffer

Pflanzenöl, zum Braten


Zubereitung:

Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen und ausdampfen lassen. Bratwürste in etwas Öl in einer Pfanne rundherum schön braun braten, aus der Pfanne nehmen und in Scheiben schneiden. Die Zucchini waschen, Knoblauchzehen pellen, eine davon ebenfalls in Scheiben schneiden und zusammen mit den Zucchini in der gleichen Pfanne leicht anbraten. Nach 3-4 Minuten die Nudeln dazu und kurz durchschwenken.

Zitronensaft auspressen, die Schale abreiben. Dabei aufpassen dass man das weiße nicht mit abraspelt. Die Petersilie hacken und zusammen mit etwas Salz, Pfeffer, der anderen Knoblauchzehe, Zitronensaft & Abrieb und dem Olivenöl in einen Mixer geben. Mixen bis eine schöne, leicht sämige Konsistenz entstanden ist. Nudelpfanne nochmal schwenken und das Petersilienöl dazu geben. Ein letztes Mal schwenken, evtl. noch mit Salz und Pfeffer nachwürzen



Geht schnell, ist lecker, ist (hell)grün. Bitte schön, lieber Uwe. Guden Abbedid!


HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Sonntag, 5. Februar 2012

Sonntag mit Steffen: Hähnchenspieße mit Kokos-Kartoffel-Püree

Laut Steffen ist das ein Rezept für einen gelungenen Start in den (Mädels)Abend. Ich vermeide Küchenexperimente wenn ich für Freunde koche, zumindest wenn ich mit ähnlichen Gerichten, bzw. Geschmackskomponenten, keine Erfahrung habe. Wie eben bei Kartoffeln + Kokos - interessierte mich brennend aber ob es schmeckt wollte ich erst selbst herausfinden. Tut es :)

Hähnchenspieße mit Kokos-Kartoffel-Püree




Zutaten – 2 Portionen:

400g Kartoffeln (Lilly: vorwiegend festkochend)
Salz
1 rote Chillischote
2 Hähnchenbrustfilets (jeweils ca. 150g)
1 Bio Limette
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwerwurzel
1 TL Honig
4 EL Sojasoße
Pfeffer
1 kleine Zwiebel
80ml Geflügelfond
1 TL Speisestärke
Pflanzenöl
1 Stich Butter (ca. 30g)
40ml Kokosmilch

evtl. 1 EL Koriandergrün, gehackt (wer es mag)


Zubereitung:

Die Kartoffeln waschen und in kochendem Salzwasser in ca. 25-30 Minuten garen, währenddessen 4 Holzspieße wässern, die Chillischote waschen, entkernen und fein hacken. Hähnchenbrüste ebenfalls waschen, trocken tupfen und in etwa 3 cm große Würfel schneiden. Die Limette heiß abwaschen, Schale fein abreiben und Saft auspressen. Den Knoblauch sowie den Ingwer schälen und beides fein hacken. Anschließend Limettensaft- und Schale, Knoblauch, Ingwer, Honig und Sojasoße in einer Schüssel verrühren, mit Salz sowie Pfeffer würzen und die Hähnchenwürfel ca. 15 Minuten in der Marinade einlegen. Danach die Marinade durch ein Sieb geben und die Flüssigkeit auffangen.

Die Zwiebel schälen, in dünne Spalten schneiden und zusammen mit den marinierten Hähnchenflügeln abwechselnd auf die Spieße stecken. Geflügelfond und Marinade in einen Topf schütten und erhitzen. Die Speisestärke mit Wasser anrühren, einrühren und aufkochen lassen – abschmecken und warm stellen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Hähnchenspieße bei mittlerer Hitze rundherum goldbraun braten.

Die Butter mit der Kokosmilch erhitzen, Kartoffeln abgießen, pellen, zerstampfen und die heiße Butter-Kokosmilchmischung plus gehackentem Chilli unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und alles zusammen servieren.

*
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Also was ich bis jetzt aus „Hauptsache Lecker“ migenommen habe ist: Zitronengras ist ne super Sache, Sojasoße ist ein echt vielseites Würzmittel und der Herr Henssler kann Pürees! Alter Falter. Auch hier wieder, sowas von lecker. Ich hol mir mal Nachschlag.

(Rezept 4 von 31)

(Zusatz: Alle von mir nachgekochten und verbloggten Rezepte aus diesem Buch habe ich so ausprobiert aber leicht verändert und nicht 1:1 aus dem Buch übernommen. Die Originalrezepte gibt es demnach nur original in "Hauptsache Lecker" zu finden.)

Mittwoch, 25. Januar 2012

Blog-Event Cookbook of Colors im Januar: Hühnerfrikassee mit Sherry

Mein Gott, sind da schon schöne Sachen zusammen gekommen! Ich werd nicht mehr. Die Rede ist vom Blog-Event Cookbook of Colors. Initiator dieses super-interessanten und spannenden Events ist Uwe von HighFoodality und weiß ist die Farbe des Januars. Ja gut, wenn schon draußen nur grau in sämtlichen Schattierungen vorhanden ist kann es auf dem Teller ruhig schneeweiß sein. Weiße Lebensmittel gibt’s ja gar nicht mal so wenig. Blumenkohl, Zwiebeln, Fischfilet ohne Haut, Reis, Milch, Quark, Sahne, etc. pp. Quark und Sahne gehen mehr in die Dessertrichtung, da wollte ich aber nicht hin. Kabeljau mit Blumenkohlpüree + irgendwas schwebte mir vor aber buchstäblich im letzten Moment erinnerte mich meine Oma bei unserem monatlichen Sonntagsbrunch an eines ihrer früheren „Sonntagsspezialitäten“, ein Rezept nach Wolfram Siebeck, das mit wenig Zutaten auskommt und trotzdem ganz fantastisch schmeckt:

Hühnerfrikassee mit Sherry




Zutaten – 2 Portionen:

2 Hühnerbrüste
2 große Pellkartoffeln, gern auch vom Vortag
evtl. Hühnerbrühe
250g Champignons
80ml Sahne
100ml Sherry
1 Schuss Weißwein
Salz
Pfeffer
Pflanzenöl


Zubereitung:

Die Hühnerbrusthälften in Würfel schneiden, die Champignons putzen und ebenfalls in Würfel schneiden, möglichst etwa gleich groß wie das Huhn. In einer Kasserolle die Hühnerwürfel in heißem Öl bei kleiner Flamme unter ständigem Wenden für 2 bis 3 Minuten angedünsten. Die Hitze hoch drehen, und sobald das Fleisch anfängt zu braten den Sherry angießen, etwas
Weißwein dazu geben und alles zugedeckt 4 Minuten bei hoher Hitze garen lassen. Währenddessen die Kartoffeln würfeln, die Sahne angießen und abschmecken.

Um das ganze jetzt noch etwas anzudicken den Deckel abnehmen, die Kartoffelwürfel sowie die Champignons dazu geben und bei schwacher Hitze nochmals etwas ziehen lassen. Final abschmecken und mit Reis, Brot oder auch Nudeln servieren.

*
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Leider, leider ist es nicht mal halb so dekorativ/hübsch wie es schmeckt. Das tut es dafür aber, versprochen. Ich wollte noch etwas „zu beißen“ dazu servieren und habe mich deswegen gegen Brot und schnöden Reis entschieden – wobei, Reis gabs troztdem dazu. Und zwar in Form dieser leckeren Reistaler:





Zutaten – 2 Portionen:


75g Risottoreis + für diese Menge benötigte Brühe+Weißwein (oder etwa 200g übrig gebliebenes "Restrisotto")
1 Schalotte
1 Ei
2 EL Panko (oder Paniermehl)
2 EL Käse nach Wahl (klassisch wäre Parmesan, ich hab aber Emmentaler genommen)
Salz
Pfeffer
Pflanzenöl

Zubereitung:

Risotto nach Anweisung oder Standartrezept kochen, auskühlen lassen und die Schalotte schälen, fein würfeln und andünsten. Ei, Panko sowie Schalottenwürfel und Käse zum Risotto geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, zu kleinen Talern formen und diese bei mittlerer Hitze im Öl goldbraun ausbraten.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Montag, 12. Dezember 2011

Keine Spur von Weihnachtsstimmung - "Herbstschnitzel" oder auch: "Was tun bei Schlaflosigkeit?"

Ich weiß, ich weiß. Ich hatte Kekse versprochen. ABER: Die bloggen ja momentan alle, bzw. backe ich relativ viel nach (Die Snickerdoodles von Feines Gemüse sind GIGANTISCH gut!) und die paar Sorten die ich gebacken habe/noch backe kommen schon noch. Irgendwie wird das dieses Jahr nix mit der besinnlichen Weihnachtsvorfreude. Und das mir, wo ich doch früher fast selbst als Weihnachtselfe durchgegangen wäre und mir schier Zuckerstangen aus den Ohren gewachsen sind vor lauter Vorfreude. Und dieses Jahr? NIX.
Und schlafen kann ich zur Zeit auch nicht/kaum. So auch letzte Nacht. Da ging wieder ewig lang nix und ich habe schließlich, nachdem ich gelesen, Tagebuch geschrieben und Schäfchen gezählt habe, den Laptop angschmissen und aufgeräumt. Ja wohl. Ich habe meine Festplatte aufgeräumt. Um genau zu sein meinen „Rezepte“-Ordner. Vom Unterordner „A“ - wie Aufstriche, über „D“ - wie Dessert, „H“ - wie Hauptgericht, „P“ - wie Pralinen/Konfekt bis „V“ wie Vorspeisen habe ich insgesamt etwa 230 Rezepte gelöscht. Teilweise weil ich sie mal ausprobiert und für „Doch nicht so toll“ befunden habe, teilweise auch weil sie mich nicht mehr interessieren, das sowieso keiner Essen würde (zu speziell/Allergie/Abneigung, etc.) oder auch schlicht weil ich z.B. für „Champignonpfanne mit Spinat“ oder „Gemüseauflauf“ echt kein Rezept brauche. Das mach ich Pi mal Handgelenk wie ich gerade lustig bin. Allerdings habe ich auch ein paar interessante, längst vergessene Rezeptinspirationen entdeckt. Das „Herbstschnitzel“ zum Beispiel. Und das hat mich Nachts um 03.00 Uhr so angefixt dass ich es heute Mittag einfach machen MUSSTE. Zugegeben, nicht SO speziell, Herbst ist ja eigentlich auch schon vorbei aber Lauch, Äpfel und Senf passen auch noch in den recht sonnigen Dezember:

Herbstschnitzel – gefüllt mit Apfel, Lauch und Senf



Zutaten – 2 Portionen:

2 Schweine- oder Putenschnitzel
50g Gouda, gerieben (mehr ist wahrscheinlich besser, oder man nimmt Scheiben, ich hätte den Käse gern „kompakter“ gehabt
2 Scheiben roher Schinken (Lilly: Lachsschinken)
1 Apfel (in feinen Spalten),
1 dünne Lauchstange, in ganz feine Streifen geschnitten
etwas Calvados
1 EL Senf
Salz und Pfeffer
Muskat
1 Ei
Mehl + Semmelbrösel zum Panieren , ich kann mir auch gut vorstellen noch Nüsse drunter zu mischen
viel Butterschmalz /Pflanzenöl zum Ausbacken


Zubereitung:


Die Apfelspalten mit etwas Calvados
beträufeln und leicht durch mischen, über die Lauchstreifen etwas Muskatnuss reiben, eine Prise Salz und etwas Pfeffer darüber geben und
ebenso durchmischen. Das Ei mit Salz und Pfeffer
würzen und verquirlen. Das Schnitzel schön
flach klopfen und parieren.
Auf eine Hälfte des Schnitzels den Käse, den Schinken sowie Apfelwürfel und Lauchstreifen verteilen, an den Seiten ca. 1 cm freilassen, alles leicht pfeffern und die Schnitzel zusammenklappen, mit Zahnstochern
fixieren und erst in etwas Mehl, dann im gewürzten Ei und zum Schluss in den Semmelbröseln wenden und im heißen Butterschmalz bei mittlerer Hitze schwimmend ausbacken.

Ich hatte nichts im Vorrat was schnell als Beilage fungiert hätte – deshalb einfach ein schlichter Salat mit noch schlichterem Honig/Balsamico-Dressing.

[PS: Das der „Rezepte“-Ordner immer noch knacke voll ist versteht sich von selbst, nicht? :) ]

Dienstag, 15. November 2011

BURGER BATTLE: Lillys Crispy-Cheese-Onion Beef mit Mushrooms - NIcht schön aber lecker!

Das ist doch mal ein cooles Blog-Event (okay, ich finde Blog-Events generell sehr cool :) Uwe, von HighFoodality sucht nach den besten Burger-Rezepten von Foodbloggern um seinem Kollegen Ralf genügend Inspiration für seine Revanche zu bieten und auch wenn ich eine Frau bin, der das Grillen nicht so liegt (das ESSEN von gegrilltem liegt mir dagegen sehr) und mich, Klischeevorstellung, absolut fern von Fast Food halte *hustHust* ist "selber machen" nicht nur gesünder sondern auch unlängst spaßiger als 20 Minuten Schlange bei namhaften Fast Food-Giganten.

Als das goldene M vor einigen Monaten zum Burger-Bau-Wettbewerb aufrief klickte ich mich interessehalber mal durch die angebotenen Zutaten und musste schnell feststellen das eine eventuelle Teilnahme meinerseits schon bei der spärlichen Auswahl der Brötchen gescheitert wäre. Seit dem habe ich aber immer wieder mal überlegt wie ich mir MEINEN perfekten Burger vorstellen würde. Gar nicht so einfach eigentlich. Huhn, Rind, Fisch oder Schwein? Mit Käse, Speck oder doch sogar beidem? Gemüse oder Salat? Brötchen kaufen oder selber machen?

Himmel-hilf, ich war überfordert. Also kategorisch aussortiert/zusammen gebastelt. Schwein mag ich generel nicht soooo gerne, das also schon mal nicht. Fisch und Huhn waren mir zu „unklassisch“. Also ein Beef-Pattie. In der Pfanne gebraten weil ich a.) keinen Grill habe und den b.) auch nicht benutzen könnte. Speck nein (da kommt die klischee-Dame hervor), Käse ja. Emmentaler bitte, den mag ich. Salat will ich auch. Und Zwiebeln, die sind mit das beste am Burger. Ausgebacken im Teigmantel. Nein, doch nicht, zu heftig. Aber irgendwas panieren will ich doch. Pilze! Panierte Pilze, genau. Na also, wird doch. Wir basteln uns also einen Burger (selbst gebackene Brötchen mit Röstzwiebeln) mit Rindfleisch, Balsamico-Zwiebelsoße, panierten Champignons und Käse. Nein, einem Käsechip. So.

Schwere Geburt. In der Zeit hätte ich beim Burger König oder dem goldenen M wahrscheinlich 20x ein komplettes Menü bestellen und essen können aber wo bliebe da der Spaß? Eben, in der Pappschachtel.

Und so präsentiere ich hiermit:

Lillys Crispy-Cheese-Onion Beef mit Mushrooms




Zutaten - 2 Burger

Brötchen:

125g Mehl
125ml Buttermilch
¼ Würfel Hefe, frisch
30g Röstzwiebeln
1 Prise Salz
1 Prise Zucker
1 EL Wasser, warm

Pattie:

1 kleine Zwiebel
300g Hackfleisch vom Rind
1 Spritzer Worcestersauce
Salz & Pfeffer
Öl, zum Braten

Balsamico-Rotwein-Zwiebelsoße:

250g rote Zwiebeln
2 EL Öl
1 EL brauner Zucker
1 Prise Salz
jeweils 3 EL Rotwein und dunkler Balsamico

Käsechip:


50g Emmentaler, frisch gerieben
1 TL Mehl

panierte Champignons:

4-5 kleine Champignons (oder 3 mittlere oder 2 große)
etwas Mehl
1 Ei
Semmelbrösel, zum Panieren
Salz & Pfeffer
Öl zum Ausbacken


Zubereitung:


Für die Brötchen das Mehl mit der Buttermilch, den Röstzwiebeln und dem Salz in eine Schüssel geben. Die Hefe in 1 EL warmem Wasser und einer Prise Zucker auflösen und auch in die Schüssel geben. Alles gut mit dem Knethaken (oder der Küchenmaschine/den Händen) ca. 5 Minuten lang zu einem Hefeteig kneten. Den Teig an einem warmen Ort ca. 45 Min gehen lassen und anschließend och einmal mit den Knethaken durchkneten, anschließend zu Brötchen formen. Ich benutze dafür gern einen Eisportionierer. Brötchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 20-25 Min. backen.

Für die Käsechips den Emmentaler reiben, mit Mehl vermischen (das verhindert dass die Chips zäh werden) und möglichst rund auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech anordnen und bei 200° ca. 5 Minuten backen bis der Käse schön geschmolzen ist. Anschließend aus dem Ofen und vom Blech nehmen – auskühlen lassen.

Für die Patties die Zwiebel schälen, fein würfeln, ggf. in wenig Öl leicht andünsten und mit dem Hackfleisch vermischen. Das Rinderhack mit der Worcestersauce + Salz und Pfeffer kräftig würzen und daraus 4 flache Patties formen, ich mache das gern mit einem Servierring. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Burger darin von beiden kräftig anbraten, anschließend bei kleiner Hitze 6 Minuten durchbraten, dabei einmal wenden.

Für die Balsamico-Rotwein-Zwiebelsoße die Zwiebeln schälen, längs halbieren und in feine Spalten oder Ringe schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelspalten/ringe darin bei mittlerer Hitze 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten. Zucker und Salz darüber streuen und ca. 2 Minutn weiter braten, bis der Zucker karamelisiert. Mit Balsamico und Rotwein ablöschen und bei schwacher Hitze 10 Minuten offen einköcheln lassen, gelegentlich umrühren.

Eine Anleitung zum Pilze panieren kann ich mir zwar eigentlich sparen aber zur vollständigkeit: Pilze in nicht zu dünne Scheiben schneiden, Ei mit etwas Milch in einer Schüssel verschlagen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Pilzscheiben erst in Mehl, dann in Ei und zuletzt in den Bröseln wenden und im heißen Öl ausbacken. Mit Küchenkrepp entfetten.

Tja und dann wird gestapelt. Wie man was schichtet ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Ich habe, von unten nach oben, so gebaut:

Brötchen-Unterteil
Salat
Zwiebelsoße I
Pattie
Käsechip
Zwiebelsoße II
Pilze
Brötchen-Oberteil

Und DANN musste ich fest stellen dass der Burger zwar großartig schmeckt (diese Rotwein-Balsamico-Zwiebeln passen unglaublich gut zum Fleisch und den Pilzen) aber optisch der absolute Untergang ist. Ich habe gefühlte 123 Fotos gemacht und keins ist ihm Ansatzweise gerecht geworden.


Das sind noch die beiden schönsten aber was in erster Linie ja zählt ist der Geschmack. Und der war wirklich gut. Deshalb hetzte ich hiermit in letzter Sekunde noch in die Teilnehmerschlange zur